Wie alles begann

Es war einmal


Vor einigen Jahren begann ich in meiner Freizeit Silber und Gold zu schmieden. Primär stelle ich vor allem Armreifen, Armspangen und Fingerringe her. Grundsätzlich kann ich alles Mögliche und Unmögliche aus Feinsilber, Feingold sowie aus Waschgold schmieden.

Aus selbstgefundenem Schweizer-Waschgold schmiedete ich mir meine erste Armspange. Die Faszination für das Schmieden war geweckt! Während der Arbeit an dieser Armspange lernte ich sehr viel. Ein Schmied aus Deutschland hat mich dabei mit seinem Wissen unterstützt.

Meine Begeisterung für dieses Handwerk und allem voran für die Vorgänge welche dabei im Werkstoff ablaufen, steigerte sich ins Grenzenlose. Ich begann Silberbarren zu kaufen um meine Schmiedetechnik weiter zu verfeinern.

Die vielseitig, auch von Goldschmieden gehörte Aussage, ich könne es vergessen Armspangen aus reinem Gold und Silber (weil zu weich) herstellen zu wollen, spornte mich unheimlich an.

Das Schmieden von reinem Silber oder Gold ist sehr aufwändig und man kann damit nicht alles herstellen. Insbesondere für kleine und filigrane Schmuckstücke oder bei einem aufwändigen Schmuck-Design, haben Legierungen Vorteile gegenüber dem Schmieden. Aber auch aus Zeit- und Kostengründen verwenden die Goldschmiede heute legierte Edelmetalle, deshalb ist ihnen das Schmieden oft nicht geläufig.

Für mich sind jedoch die Vorzüge von Schmuck – aus reinem Edelmetall geschmiedet – ganz offensichtlich: Die Farben sind viel satter und natürlicher und die Oxidationsfestigkeit ist besser (kein Kupfer zulegiert, sondern nur reines Edelmetall).

Kunsthandwerk bewahren

Es gilt eine uralte Handwerkskunst für unsere Nachkommen zu erhalten. Ansonsten wird in hundert Jahren niemand mehr in der Lage sein mit seinen Händen und seinem Wissen etwas Anspruchsvolles herzustellen….mit Computer umgehen kann jedoch fast jeder. Das Wissen und die Erfahrung unserer Vorväter geht so verloren. Aus Kostengründen wird auf einfache und schnelle Verfahren umgestellt und vorgefertigte Waren werden verwendet. Eine traurige Entwicklung, der ich bewusst entgegenzuhalten versuche indem ich zuerst meine Hände und mein Gehirn, und erst dann den Computer benutze.

Alle meine Produkte (mit Ausnahme von Naturgold, Erklärung am Schluss der Seite) sind mit meiner persönlichen Vertrauensmarke gestempelt. Mit dieser Marke stehe ich für die Qualität meiner Arbeiten sowie für die Echtheit des Feingehaltes (999/1000) gerade:


Warum ich Produkte aus Naturgold nicht punziere

Ganz einfach: ich darf es nicht! Gemäss Gesetz muss jeder Artikel aus Edelmetall der in der Schweiz in den Handel gebracht wird, mit der persönlichen Vertrauensmarke des Goldschmiedes und dem Feingehalt des Edelmetalles (Bsp. 999) punziert/gestempelt werden. Es ist Vorschrift beide Stempel zu verwenden.

Das Problem: Naturgold ist eine Mischung aus Gold, Silber, Kupfer und weiteren Metallen/Mineralien. Ich verarbeite immer 100% Naturgold ohne Zugabe von weiteren Metallen. Es wird im Natur-Zustand belassen. Je nach Fundort, grösse des Goldes (Nuggets / Flitter / Staub) und Charge, kann der Goldgehalt variieren. Dieser Umstand macht es unmöglich, hier die üblichen Vorgehensweisen der Deklarartion anzuwenden.

Der Goldgehalt mehrerer aus Naturgold geschmiedeter Objekte, ist also fast nie 100% identisch. Er bewegt sich in einer Schwankungsbreite von 80 bis 98%, je nach Fundort/Grösse des Goldes. Flittergold (Napf / Rhone / Rhein) ist üblicherweise sehr rein d.h. hat einen Goldgehalt über 90%. Bei Nugget-Gold ist der Kupfer- und Silberanteil etwas höher und der Goldgehalt daher meist unter 90%. Da sich nun der Goldgehalt in einem Objekt aus Naturgold nicht genau bestimmen lässt (mit vernünftigem Aufwand), kann auch kein verbindlicher Feingehalt-Stempel eingestanzt werden.

Die Lösung für Ihre Sicherheit

Damit Sie trotzdem eine 100% Garantie und Sicherheit haben, dass meine Produkte aus Naturgold auch wirklich aus Schweizer Naturgold sind, händige ich Ihnen jeweils ein Zertifikat aus. Darin bestätige ich schriftlich die Herkunft des Goldes und der ungefähre Goldgehalt (z.Bsp. 92-98% bei Rheingold). Diese Vorgehensweise bietet Ihnen dieselbe Sicherheit wie die zwei Stempel.

Meiner Meinung nach ist Naturgold etwas sehr Einzigartiges! Jedes aus Naturgold geschmiedete Objekt ist nicht nur aufgrund der Tatsache dass ich kein Stück ein zweites Mal haargenau reproduzieren kann ein Unikat, sondern auch aufgrund der chemischen Zusammensetzung! Die Zusammensetzung ist der Fingerabdruck der Fund-Region.

Naturgold ist pure Natur. Der Natur kann man kein “Stempel / Etikett” aufprägen. Natur ist Natur aus sich heraus. Natur ist edel, rein und erhaben aus sich heraus. Dazu braucht es keine Etikette! Man kann die Natur nicht zertifizieren! Dies ist ein weiterer Grund, vielleicht sogar der wichtigere, dass mein Naturgold Schmuck keine Stempel / Punzierung aufweist. Denn dann würde man ein Naturgold Objekt zu etwas “technischem”, etwas Normiertem degradieren!