Schmied

Über mich


Seit früher Jugendzeit bin ich – der Schmied – von althergebrachter Handwerkskunst begeistert. Erstaunlich, was früher alles gemacht wurde, mit welchem Aufwand und mit welcher Präzision. Auf meinen Streifzügen durch Trödelmärkte und Brockenhäuser staunte ich immer wieder ob den wunderschönen Sachen. Möbel, Fahrzeuge, Gebrauchsgegenstände, Hi-Fi Geräte, Werkzeuge, Maschinen. Alles Sachen die man heute, würde man sie exakt gleich herstellen, nicht bezahlen könnte. Sofern denn überhaupt jemand noch über das Wissen und die Fähigkeiten verfügt die es zu deren Herstellung braucht…

Früher wurden Dinge gefertigt und an den neuen Besitzer übergeben mit der Absicht, dass diese eine lange Zeit (nicht selten ein Leben lang) ihm einen treuen Dienst erweisen – Heute werden teilweise sogar absichtlich Schwachstellen eingebaut, damit der Kunde bald wieder kaufen muss. Warum? Unser Wirtschafts- und Finanzsystem funktioniert nur, wenn alle Menschen fleissig konsumieren – das wird bewusst durch genannte Massnahme gesteuert.

Dieser – in meinen Augen traurigen Entwicklung – versuche ich bewusst entgegenzuhalten. Als Querdenker, Kunsthandwerker, achtsamer Konsument und nicht zuletzt als kritischer Mensch.

Mein Werdegang


Privat:

Seit 1995 ist Goldwaschen meine grosse Leidenschaft. Die Leidenschaft zum Schmieden entstand 2013, als ich endlich genug Waschgold zusammen hatte um mir eine Armspange zu schmieden. Während der Arbeit an dieser Armspange entstand eine schier unendliche Leidenschaft und Faszination für das Schmieden von Silber und Gold. Nicht zuletzt darum, weil ich mir bewusst wurde, dass ich über sehr viel Wissen aus all meinen früheren Tätigkeiten verfüge, die ich idealerweise im Edelmetallschmieden vereinen kann. Ich habe schon immer gerne Schmuck getragen und die Schmuckstände an den Märkten mit dem schönen handgefertigten Silberschmuck aus Südamerika haben mich magisch angezogen. Nebenbei habe ich noch zahlreiche Interessen und Hobbies, die alle irgendwie mit Technik, Spiritualität, Philosophie, Alchemie, Metaphysik, Wirtschaft und Natur zu tun haben.

Beruflich:

Schon früh entdeckte ich mein handwerkliches Talent. Daraus entstand meine Passion mit möglichst wenig Werkzeug und manuellem Geschick aus dem Nichts etwas zu formen.

Nebst Kunst-, Gold- und Messer – Schmied faszinierten mich seit je her auch Berufe wie Uhrmacher, Bildhauer, Mechaniker, Maschinenbauer oder Kapitän. Das seien zum Teil brotlose Berufe, bekam ich zu hören. Das mag schon stimmen, aber nur dann wenn zu wenig Leidenschaft im Spiel ist! Wer sich mit echter Leidenschaft für etwas einsetzt (seiner inneren Stimme folgt – nicht dem Geld oder der Sicherheit), dem wird sich ein Weg öffnen seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen….das lernt einem aber dummerweise niemand!

So ergab es sich, dass ich den Beruf des Mechaniker erlernte, welcher mich auf die Dauer aber zu wenig herausforderte. Darauf nahm ich das Studium „Maschinentechnik“ an der Berner Fachhochschule (Technikum Burgdorf) in Angriff. Da konnte ich mir das Wissen aneignen und die Fragen nach dem wie, womit und warum beantworten. Zusammen mit meiner Schmiedetätigkeit entstand die für mich ideale Symbiose: Berufliche, kopflastige Ingenieurtätigkeit gepaart mit der kunsthandwerklichen und kreativen Freizeitarbeit. Dabei ergänzen sich die beiden Beschäftigungen und bilden einen wohltuenden Ausgleich.

Leidenschaftlich:

Was gibt es Schöneres, als sein Talent zu leben und andern eine Freude damit zu bereiten? Als Ingenieur bin ich an der Entwicklung und Markteinführung von Maschinen beteiligt. Als kunsthandwerklicher Schmied erfreue ich Menschen mit schönen Schmuckstücken. Mit beiden Tätigkeiten kann ich einen Mehrwert für die Gesellschaft bilden, und dies sollte nach meiner Überzeugung Aufgabe eines jeden Einzelnen sein. Jeder sollte sich, unbeeinflusst von materiellen Werten, seines Ur-Talentes bewusst sein. Wenn man zu 100% von etwas überzeugt, mit Leidenschaft und Herzblut dabei ist, dann springt der Funke auf andere über und der Erfolg stellt sich von alleine ein.

Mit meinem handwerklichen Geschick, dem Wissen und der Erfahrung im mechanischen und technischen Bereich bin ich mir meiner idealen Ausgangslage bewusst. Dies ermöglicht mir nun die Vorgänge zu verstehen, welche beim abwechselnden Glühen und Schmieden der Werkstoffe geschehen.

All mein Wissen und die bis anhin gesammelten Erfahrungen kann ich in meiner Freizeittätigkeit als Edelmetallschmied in idealer Weise vereinigen. Jeder bis heute gemachte Umweg war absolut notwendig um dahin zu kommen wo ich heute stehe.

Dank einer ausgeprägten Beobachtungsgabe öffnet sich mein Auge für das Schöne und zusammen mit dem handwerklichen Geschick fliesst dies in den Schmuck ein.

Es währe mir eine grosse Ehre, Ihnen mit einem Schmiede-Kunstwerk eine Freude bereiten zu dürfen.

Markus Liechti – Der Schmied